Apparative intermittierende Kompression

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Neben flachgestrickten Kompressionsstrümpfen/Kompressionsverbänden und manueller Lymphdrainage gibt es noch eine dritte Methode in der Kompressionstherapie: die apparative intermittierende Kompression (AIK) oder auch intermittierende pneumatische Kompression (IPK). Manchmal auch „Lymphomat“ genannt, sind diese Geräte für viele Patienten eine sinnvolle Ergänzung zu ihrer Therapie. Die AIK kann in der Entstauungstherapie bei venösen und lymphatischen Erkrankungen eingesetzt werden. Auch bei dieser Methode wird mit Druck von außen gearbeitet um dadurch Venen und Lymphgefäße zu unterstützen.

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So funktioniert die apparative intermittierende Kompression:

Beine oder Arme werden mit einer doppelwandigen Manschette - bestehend aus einer Art Luftkissen mit mehreren Kammern - umschlossen und an einen Kompressor angeschlossen. Er reguliert den Luftdruck in den Kammern der Manschetten. Über ihn kann die Stärke der Kompression, die auf die Extremitäten wirkt, bestimmt werden. Diese Geräte erzeugen einen Druck zwischen 12 und 200 mmHg, was einer Kompressionsklasse 1 - 4 und stärker entspricht. Je nach Modell variiert die Anzahl der Luftkammern in den Manschetten von einer bis maximal 12 Kammern.

Ein gängiger Pumpzyklus sieht folgendermaßen aus: An den äußeren Extremitäten, das heißt distal beginnend, werden die sich überlappenden Luftkammern nacheinander mit Luft gefüllt. Die Kammern bleiben so lange gefüllt, bis auch die letzte den erwünschten Druck erreicht hat. Im Anschluss entweicht die Luft aus den Kammern gleichzeitig, um nach einer definierten Zeit erneut mit einem weiteren Pumpzyklus zu beginnen. Der beschriebene Zyklus ahmt die Muskeltätigkeit des Menschen in Bewegung nach, und unterstützt so den Mechanismus der Muskelpumpe. Das Blut wird durch die Muskelpumpe entgegen der Schwerkraft Richtung Herzen gepumpt und der Lymphabfluss wird so gefördert.

In einigen Fällen kann die Therapie so zu Hause fortgesetzt werden, was den Therapieerfolg maßgeblich unterstützt. Therapiefreie Zeiten können besser überbrückt werden und manuelle Maßnahmen verringern. Die Heimtherapie kann vom Arzt verordnet werden und findet meist dann ihren Einsatz, wenn vermehrter Therapiebedarf besteht. Die Verordnung wird vom Fachhändler (z.B. Sanitätshaus) entgegengenommen und bei der jeweiligen Kasse mittels Kostenvoranschlag eingereicht. Im Falle einer Genehmigung können so diese Geräte an Patienten abgegeben werden. Dies kann bei chronischen Krankheitsbildern, Medikamentenunverträglichkeiten oder bei Unverträglichkeit von Dauerkompression der Fall sein. Die jeweils behandelnden Ärzte überwachen weiterhin den Therapieverlauf.

Bildquelle: SLK Gmbh

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